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Neubau Gerätehaus Ziegelhausen

Der Gemeinderat der Stadt Heidelberg hat im Jahr 2017 einen Neubau des Gerätehauses Ziegelhausen beschlossen. Notwendig wird diese Baumaßnahme aufgrund den schlechten Unterbringungsmöglichkeiten der Abteilung Ziegelhausen im Gerätehaus in der Kleingemünderstraße.

Ein Bauplatz, um ein gemeinsames Gerätehaus im Stadtteil zu errichten (und damit die Gerätehäuser Ziegelhausen und Peterstal zu vereinen), gibt es aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht. Aus diesem Grund wurde ein Neubau am Standort Kleingemünderstraße beschlossen, das Gerätehaus Peterstal wird weiterhin bestehen bleiben.

Die Planungen für den Neubau laufen auf Hochtouren, wir möchten diese Seite dafür nutzen, Ihnen regelmäßig Informationen über das Bauprojekt zur Verfügung zu stellen.

Visualisierung

 

Fragen und Antworten

Warum ist ein Neubau notwendig?

Das jetzige Feuerwehrgerätehaus in der Kleingemünderstraße entspricht nicht mehr den Voraussetzungen einer adäquaten Unterbringung von Einsatzkräften. Dies beginnt damit, dass die Fahrzeugehalle nicht frostsicher ist sondern nur unter immensen Stromkosten mittels Heizlüftern im Winter erwärmt wird. Die Fahrzeuge leiden unter den niedrigen Temperaturen und es kommen Schäden an die Fahrzeuge. Die Umkleide ist ebenfalls nicht beheizt, sodass sich die Einsatzkräfte vor allem im Winter im kalten Umziehen müssen. Aufgrund der Enge der des Baues gibt es keine Trennung von weiblichen und männlichen Umkleiden. 

Die Einsatzkräfte können nach einem Einsatz oder nach einer Übung auch nicht duschen, sondern steigen, kontaminiert mit potenziell gefährlichen und krankheitserregenden Stoffen ins private Auto und tragen dies nach Hause. Im Winter besteht aufgrund von Frost noch nicht einmal die Möglichkeit sich die Hände im Gerätehaus zu waschen.

Es gibt keine Möglichkeit, Abgase der Fahrzeuge abzusaugen, somit besteht auch hier eine Gefährdung der Einsatzkräfte. 

Weiterhin hat die Unfallkasse BW, welche für die Feuerwehren zuständig ist, weitere Mängel in Bezug auf Arbeitssicherheit und Unfallverhütung am Gerätehaus angemerkt.

Was wird gebaut werden?

Das alte Gerätehaus in der Kleingemünderstraße 18 (im Hof des alten Rathauses) wird komplett abgerissen (inklusive der kleinen Garage im Hof auf der linken Seite). Dort wird an gleiche Stelle ein Neubau entstehen, welcher 2 geschossig ist. 

Im EG wird sich die Fahrzeughalle mit insgesamt 3 Stellplätzen sowie einem Werkstatt- und Lagerbereich befinden. Das Untergeschoss wird in Stahlbeton-Weise gebaut und entsprechend verputzt.

Das Obergeschoss wird in einen Schwarz- und einen Weißbereich unterteilt werden. Im Schwarzbereich (für Einsatzkleidung) wird sich eine Funkzentrale, die Umkleiden für Männer und Frauen sowie Dusch- und WC Bereiche befinden. Der Weißbereich zeichnet sich durch ein Büro für die Verwaltung, ein großer Schulungs- und Versammlungsraum, ein Jugendraum, eine Aufenthaltsmöglichkeit und eine Teeküche aus. Im Außenbereich wird sich eine Terasse für gemütliches Beisammensein befinden. Eine Besonderheit wird sein, dass der Schulungsraum freitragend über das EG Richtung Neckar herausragen wird. Das Obergeschoss wird in Holzkonstruktionsweise errichtet, erfüllt den Passivbaustandard und wird entsprechend verkleidet. 

Auf dem Dach des Gerätehauses wird eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage durch die Stadtwerke errichtet, welche das Gerätehaus z.T. mit Strom versorgt und den Rest ins Stromnetz einspeist. 

Der Hof des Bürgeramtes sowie die Ausfahrt zur Landstraße / zum Neckar, werden ebenfalls erneuert.  

Das Gerätehaus wird als Notfalleinrichtung konzipiert, sodass die Bevölkerung im Katastrophenfall (z.B. länger dauernder Stromausfall, etc.) die Räume der Feuerwehr aufsuchen können. Mittels Notstromeinspeisung kann der Betrieb des Gerätehauses entsprechend aufrecht erhalten werden.  

Wann wird gebaut und wie lange dauert es?

Die Planungen sehen folgenden Zeitplan vor. Die Abrissarbeiten sollen im Frühjahr 2019 starten. Direkt nach dem Abriss wird mit dem Neubau des Gerätehauses gestartet. Wir rechnen aktuell mit einer kompletten Bauzeit von 12-16 Monaten, sodass mit einer Fertigstellung im Jahr 2020 zu rechnen ist.   

Wo kommt die Feuerwehr während der Zeit der Baumaßnahme unter?

Auch das Thema einer Interimslösung beschäftigt uns seit längerem. Es wurden intensive Gespräche innerhalb der Stadt und des Stadtteils geführt, unter anderem mit dem Stadtteilverein sowie dem Bund der Selbstständigen. Nach Abwägung von Vor- und Nachteilen, ist die Entscheidung auf den Parkplatz „Bürgeramt“ (Gscheidle-Parkplatz) gefallen. Auf diesem Parkplatz wird eine Zelthalle errichtet, welche Platz für die Umkleide sowie 2 Einsatzfahrzeuge bietet. Um den Wegfall von Parkplätzen für die Bevölkerung zu kompensieren, werden in diesem Zeitraum auf dem Kuchenblech sowie vor der alten Kirche weitere Parkplätze als Kurzzeitparkplätze eingerichtet, sodass die Bevölkerung auch weiterhin die Einkaufsmöglichkeiten der Kleingemünderstraße nutzen kann. Wir haben mehrere Monate viele verschiedene Plätze im Stadtteil begutachtet, jedoch ist der ausgewählte Standort für die Unterbringung der Feuerwehr der beste. Wir möchten Sie in diesem Zuge um Verständnis bitten und Sie ebenfalls bitten, nicht (auch nicht zum kurzen Einkaufen) vor unseren Toren zu parken.   

Gibt es Einschränkungen in der Kleingemünderstraße?

Vor Baubeginn muss als vorbereitende Maßnahme in der Kleingemünderstraße im Bereich Bürgeramt eine Stromleitung im Gehwegbereich gelegt werden, um den Neubau später mit Strom zu versorgen. Diese Baumaßnahme ist unbedingt notwendig und wird vor Beginn der Abrissarbeiten stattfinden. 

Mit Umzug in die Interimslösung wird die Baustelle von Seiten der L534 eingerichtet, der Hof des alten Rathauses gesperrt. Da das Gelände ausreichend groß ist, wird es keine weiteren Einschränkungen geben, das alte Rathaus mit Bürgeramt wird von der Kleingemünderstraße ohne Probleme zu erreichen sein. 


Wir hoffen, Sie mit diesen Informationen über den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses umfassend informiert zu haben. Während der Bauphase möchten wir Sie weiterhin regelmäßig über Baufortschritte und Maßnahmen informieren und werden hierfür sowohl in den Schaukästen (am Edeka Nah&Gut sowie an der Einfahrt Hof Bürgeramt Kleingemünderstraße) als auch im Internet regelmäßig informieren.


Fragen zum Neubau?